AWO Hochsauerland/Soest blickt mit verjüngtem Vorstand nach vorne

18.09.2020

AWO Hochsauerland/Soest blickt mit verjüngtem Vorstand nach vorne

Unterbezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt am 05.09.2020 in Soest

Am 05.09.2020 fand in der Soester Stadthalle die Delegiertenkonferenz des AWO Unterbezirks Hochsauerland/Soest statt. Die Konferenz musste aufgrund der Corona-Pandemie in einem kleineren Rahmen stattfinden als allgemein üblich. Ursprünglich war die Veranstaltung bereits für Ende April geplant.

Zunächst befassten sich die 29 stimmberechtigten Delegierten, die von den AWO Kreisverbänden Soest und Hochsauerland entsandt wurden, mit einer Satzungsänderung. Die Änderungen betreffen die Straffung der Regularien für die Vorstandsarbeit. Die Delegierten folgten den diesbezüglichen Empfehlungen des Vorstands und bestätigten einstimmig die Änderungen.

Die Vorsitzende Brigitta Heemann berichtete den Delegierten über die Vorstandsarbeit in den letzten vier Jahren und zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Wohlfahrtsverbandes. Sie würdigte ausdrücklich den Einsatz und das Engagement der rund 430 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unterbezirks. Sie blickte zurück auf die zahlreichen runden Jubiläen von mehreren Kindertageseinrichtungen, des AWO Bewohnerzentrums in Soest und des AWO Jugendmigrationsdienstes. Der AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest feierte 2019 sein 25jähriges Bestehen. Besonders hob Brigitta Heemann auch das 100jährige Bestehen des Wohlfahrtsverbandes hervor, der 1919 von Marie Juchacz in Berlin gegründet wurde. An vielen Orten im Verbandsgebiet wurde dies mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert.

Ergänzend dazu berichtete der Geschäftsführer Stefan Goesmann darüber, dass der Verband insbesondere im Bereich der Kindertageseinrichtungen in den letzten Jahren stark gewachsen ist und über die damit in Zusammenhang stehenden organisatorischen Veränderungen in der Geschäftsstelle. Ebenso berichtete er über die Veränderungen, die aufgrund des Wohn- und Teilhabe-Gesetz (WTG) und Bundesteilhabegesetzes (BTHG) im Arbeitsbereich „Menschen mit Behinderungen“ angestoßen wurden. Er gab einen Ausblick auf das laufende Jahr 2020 und auf 2021, in denen unter anderem Kindertageseinrichtungen in Erwitte-Stirpe und Meschede ausgebaut bzw. neu gebaut werden. Er berichtete weiter, dass der AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest wirtschaftlich gut aufgestellt ist.

Die Delegierten nahmen die Berichte gerne zur Kenntnis und erteilten dem Vorstand einstimmig Entlastung.

Der Vorsitzende des übergeordneten Spitzenverbandes, des AWO Bezirksverbandes Westliches Westfalen e.V., Dortmund, Michael Scheffler, der als Gast an der Konferenz teilnahm und mit der Versammlungsleitung beauftragt wurde, berichtete in seinem Grußwort über Entwicklungen auf der Landes- und Bundesebene der Arbeiterwohlfahrt. Dabei ging er auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeit ein. Trotz vieler Einschränkungen und Probleme hat die AWO in der heimischen Region die Herausforderungen insgesamt gut gemeistert, allerdings sieht er noch deutliche Nachbesserungsbedarfe bei den Pandemie-Maßnahmen von Land und Bund, um eine gute Versorgung von Pflegebedürftigen, Kindern und Menschen mit Behinderungen sicher zu stellen und die finanziellen Mehraufwendungen der Träger abzufedern.

Anschließend fanden Neuwahlen des Vorstandes statt. Die bisherige Vorsitzende Brigitta Heemann (Soest) hatte bereits vor einiger Zeit erklärt, nach 25 Jahren Zugehörigkeit zum Unterbezirksvorstand, davon die letzten acht Jahre als Vorsitzende, nicht wieder zur Verfügung zu stehen. Gleiches gilt für den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Franz Menzel (Soest) und den Beisitzer Thomas Brall (Warstein).

Mit Sascha Quint (34) und Dominik Frieg (25) bewarben sich zwei junge neue Kandidaten aus dem AWO Ortsverein Werl als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender. Für den zweiten Posten als stellvertretender Vorsitzender bewarb sich erneut Dr. Michael Schult (Neheim-Hüsten). Diese drei Kandidaten wurden von der Delegiertenkonferenz ebenso einstimmig gewählt wie die Beisitzer/innen Petra Duling (Soest – neu im Vorstand), Ulrich Blum(Sundern), Volker Knappe(Brilon), Josef Schniedermeier (Geseke – neu im Vorstand) und Gerhard Wolf (Meschede).

Als neugewählter Vorsitzender dankte Sascha Quint den ausscheidenden ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern für ihr langjähriges Engagement für die Ziele der Arbeiterwohlfahrt und überreichte Blumensträuße und kleine Präsente.

Mit dem deutlich verjüngten Vorstand blickt der AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest zuversichtlich nach vorne. Die Herausforderungen an die Träger werden auch zukünftig weiter steigen. Die AWO hat sich sowohl im Ehrenamt als auch im Hauptamt auf die Fahnen geschrieben, mit den Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz, den rat- und hilfesuchenden Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Den betreuten Kindern, Senioren, Ratsuchenden und Menschen mit Behinderungen werden professionelle und verlässliche Dienst-, Betreuungs- und Beratungsleistungen angeboten. 

Die Arbeiterwohlfahrt, Unterbezirk Hochsauerland/Soest, ist Träger von rund 40 Einrichtungen, Diensten, Projekten und Beratungsstellen im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis. Sie beschäftigt mehr als 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schwerpunkte sind die 18 Kindertageseinrichtungen, die ambulante und stationäre Behindertenhilfe sowie Angebote der Seniorenhilfe.

Gruppenfoto

Hintere Reihe (von links nach rechts): Petra Duling, Klaus Opdenacker, Josef Schniedermeier

Mittlere Reihe: Thomas Brall, Stefan Goesmann, Ulrich Blum, Brigitta Heemann, Michael Scheffler, Volker Knappe, Franz Menzel

Vorne: Dr. Michael Schult, Sascha Quint, Domink Frieg, Gerhard Wolf

(aufgenommen von Sylvia Dietz, AWO)

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