Gemeinschaft, Engagement und ein erstes Projekt zum Anfassen
Am Donnerstag, 7. Mai 2026 lud die AWO Kita Mikado mit der neu gegründete Fördergruppe und ihren beiden Gruppensprecherinnen Elke Schijan und Hacer Sarizali zu einem Vorstellungsnachmittag auf das Kita-Außengelände ein. Viele interessierte Eltern folgten der Einladung – und natürlich die Kinder der Kita, die stolz das erste gemeinsame Projekt der Fördergruppe präsentierten: ein Hochbeet, das sie selbst mit bepflanzt haben.
Eröffnet wurde der Nachmittag durch die Einrichtungsleitung Lisa Kalinowski, die die Gäste begrüßte und die Bedeutung von Unterstützung und Gemeinschaft für den Kita-Alltag hervorhob. Im Anschluss dankte auch die Referentin für Öffentlichkeits- und Verbandsarbeit Stefanie Ullrich aus dem AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest für den Einsatz der Gruppe und die Möglichkeit, Projekte über den üblichen finanziellen Rahmen hinaus realisieren zu können. Sie begrüßte außerdem die anwesenden offiziellen Gäste Michael Scheffler (Vorsitzender des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen e.V.) und Ulrich Blum (Vorsitzender des AWO Kreisverbands Hochsauerland) und übergab zunächst Michael Scheffler das Wort.
Michael Scheffler ging in seiner Ansprache auf die aktuelle Problematik rund um den Entwurf zur KiBiz-Reform ein. Zwar sei es ein gutes Signal, dass Anpassungen überhaupt vorgenommen werden – insgesamt sei jedoch weiterhin „viel zu tun“ in den kommenden Wochen und Monaten, insbesondere mit Blick auf auskömmliche Finanzierung und dem erhöhten Verwaltungsaufwand. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Einrichtungen nicht nur auf das Personal bauen können, sondern auch Eltern und Betroffene als starke Partner an der Seite wissen. Das Hochbeet nannte Michael Scheffler ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie Kinder aktiv mitwirken, eigene Erfahrungen sammeln und später sogar selbst Geerntetes – etwa bei einem gemeinsamen Frühstück – genießen können. Zudem begrüßte der Vorsitzende des AWO Bezirks Westliches Westfalen e.V. ausdrücklich das Modell der Fördergruppe.
Die AWO in ganz Deutschland berät intensiv darüber, wie dem seit Jahren rückläufigen Mitgliedertrend erfolgreich begegnet und im besten Fall eine echte Trendwende erreicht werden kann. Ein besonders vielversprechender Ansatz kommt aus Thüringen: Dort setzt der Landesverband seit einigen Jahren auf die Gründung von Fördervereinen, die eng mit hauptamtlichen Einrichtungen wie beispielsweise Kitas zusammenarbeiten und verbandsrechtlich einem Ortsverein gleichgestellt sind. Dieses sogenannte Thüringer-Modell zeigt spürbare Erfolge – es sorgt nicht nur für steigende Mitgliederzahlen, sondern bringt auch frischen Wind und eine spürbare Verjüngung in die Mitgliedschaft.
Als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Ermutigung überreichte Michael Scheffler zur Gründung der Gruppe ein Startguthaben in Höhe von 2.500 Euro –in Form eines symbolischen Schecks in Herzform. Damit sollte nicht nur eine finanzielle Grundlage für die ersten Projekte und Aktivitäten geschaffen werden, sondern vor allem die Wertschätzung für das Engagement der Beteiligten zum Ausdruck kommen. Die Unterstützung versteht sich als Rückenwind für einen gelungenen Start, als Vertrauensbeweis in die Ideen und Tatkraft der neuen Gruppe und als Einladung, das gemeinsame Vorhaben mit Zuversicht und Begeisterung mit Leben zu füllen.
Auch Ulrich Blum (Vorsitzende des Kreisverbands Hochsauerland) betonte die große Bedeutung ehrenamtlichen Engagements: Viele der heute tragenden Strukturen seien durch gemeinschaftliches Mitwirken entstanden – und lebten bis heute von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Beide dankten der Fördergruppe und den zwei Gruppensprecherinnen für ihren Einsatz und wünschten viele weitere Projekte für die Kinder.
Die Gruppensprecherinnen Elke Schijan und Hacer Sarizali stellten sich anschließend vor und machten Mut zur Mitarbeit: Engagement müsse im Alltag nicht viel Zeit kosten, und auch Kinderbetreuung sei kein Hindernis – viele Aktionen ließen sich gemeinsam mit den Kindern umsetzen. Zudem helfe bereits eine AWO-Mitgliedschaft, um Ausflüge, Anschaffungen oder zusätzliche Projekte möglich zu machen.
Für ein buntes Rahmenprogramm war an diesem Nachmittag ebenfalls gesorgt: Die Kinder hatten ein Frühlingslied einstudiert, es gab Kinderschminken, Spielmöglichkeiten auf dem Außengelände und viel Raum für Austausch. Ein besonderer Höhepunkt war das selbstgemachte interkulturelle Buffet, zu dem zahlreiche Eltern selbstgemachte Speisen aus ihren Heimatländern mitbrachten. Bei guten Gesprächen und vielfältigen Leckereien klang der Nachmittag in entspannter Atmosphäre aus.
Mitmachen erwünscht: Wer die AWO Kita Mikado unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, Mitglied der Fördergruppe zu werden – jede Unterstützung hilft, gemeinsam noch mehr für die Kinder zu ermöglichen. Informationen zur AWO-Mitgliedschaft gibt es direkt in der Kita oder hier