Unter dem Motto „Auch das Netz muss sicher sein – Gegen Gewalt an Frauen“ versammelten sich am gestrigen Nachmittag mehr als 150 Menschen auf dem Rathausplatz in Lippstadt, um ein deutliches Zeichen gegen digitale und analoge Gewalt an Frauen zu setzen.
Die Kundgebung war Teil einer bundesweiten Bewegung: In den vergangenen Tagen sind bereits tausende Menschen in vielen Städten auf die Straße gegangen, um öffentlich Haltung zu zeigen und Solidarität zu bekunden. Auch in Lippstadt wurde überparteilich zu einer spontanen Demonstration aufgerufen – initiiert von Sarah Gonschorek, engagierten Privatpersonen sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund.
Gemeinsam mit zahlreiche Parteien, Verbänden und Organisationen beteiligten auch wir uns an der Aktion. Ein klares Signal wurde gesendet: Gewalt gegen Frauen darf weder im digitalen Raum noch im Alltag toleriert werden.
Besonders erfreulich war die hohe Beteiligung von Männern, die ausdrücklich dazu aufgerufen worden waren, Solidarität zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden waren Männer – ein wichtiges und ermutigendes Zeichen.
Die Kundgebung machte deutlich, worauf es ankommt: hinsehen, Haltung zeigen, Betroffene stärken sowie Schutz und Unterstützung bieten.
Hintergrund der aktuellen Proteste sind die öffentlich gewordenen Vorwürfe der Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen im Zusammenhang mit digitaler und sexualisierter Gewalt. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Ursprünglich waren rund 50 Teilnehmende angemeldet, tatsächlich kamen jedoch über 150 Menschen nach Lippstadt. Das zeigt eindrucksvoll, wie groß die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas ist – auch in unserem AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest.