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Unsere Teilnahme an Demo gegen das katholische Abtreibungsgesetz

Am 5. Februar 2026 versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Marktplatz in Hamm, um gegen das katholische Abtreibungsverbot zu protestieren und ihre Solidarität mit Prof. Dr. Volz sowie mit allen betroffenen Frauen zu zeigen. Auch wir von der AWO im Unterbezirk Hochsauerland/Soest beteiligten uns an der Demonstration, da wir uns für die Rechte aller Menschen einsetzen – und damit ausdrücklich auch für die Selbstbestimmung von Frauen. Die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch sei niemals leichtfertig, betonten die Teilnehmenden. Ebenso dürfe kein Arzt durch seinen Arbeitgeber gezwungen werden, gegen seine medizinische Überzeugung zu handeln. Unterstützung müsse ohne Stigmatisierung möglich sein.

Im Mittelpunkt der Kundgebung standen die Freiheit der medizinischen Versorgung und die wachsenden Sorgen um die Versorgungslage von Frauen. Rednerinnen und Redner aus Politik und Medizin – darunter Sarah Gonschorek, Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen) und die Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel – machten deutlich, dass medizinische Entscheidungen nicht von religiösen Vorgaben abhängig sein dürfen. Angesichts des zunehmenden ökonomischen Drucks und weiterer Klinikfusionen befürchten viele eine zusätzliche Verschlechterung der Versorgungssituation. Bund und Länder stünden hier gemeinsam in der Verantwortung.

Prof. Dr. Volz kritisierte in seiner Rede, dass kirchliche Träger durch Klinikfusionen versuchten, überholte religiöse Dogmen in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu tragen. Die zentrale Frage, die sich stelle, sei, ob das Selbstordnungs- und Verwaltungsrecht der Kirche über den Grundrechten von Frauen stehen dürfe.

Vom Marktplatz aus zogen hunderte Demonstrierende weiter zum Landesarbeitsgericht in Hamm, begleitet von Slogans wie „Raise your voice – my body – my choice“. Prof. Dr. Volz bedankte sich ausdrücklich bei allen, die am heutigen Tag der Berufungsverhandlung ihre Stimme gegen das Abtreibungsverbot erhoben und damit ein starkes Zeichen für die Rechte und Selbstbestimmung von Frauen und für die Freiheit der Medizin gesetzt haben.

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Frauen selbstbestimmt über ihren Körper und ihre medizinische Versorgung entscheiden können – frei von Druck, Dogmen und Einschränkungen.

Fotos: Bea Geisen

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